Am 7. September stand der erste und einzige Triathlon 2013 für mich auf dem Plan, Triathlon Binnenmaas. Die sympathische ‚kwart‘ Version soll es sein: 1000m schwimmen in der Binnenmaas, 40km radeln um die Binnenmaas, 10km laufen an der Binnenmaas. Sympathisch deshalb, weil im Gegensatz zu olympisch 500m weniger im Wasser zugebracht werden. Sympathisch war das ganze aber auch noch aus einem anderen Grund. Direkt neben der Wechselzone liegt ein Kinderparadies: Spielplatz, Minigolf, Kinderbauernhof, Pfannkuchenhaus – was will man mehr. Die Familie wird also ins Kinderparadies entlassen während sich Papa in, um und an der Binnenmaas tummelt.

Sich im Wasser zu tummeln macht zwar eigentlich Spaß, aber wenn es ums schnell schwimmen geht, verstehe ich keinen Spaß mehr. Ziel war, locker schwimmen und möglichst nicht als letzter aus dem Wasser kommen. Das gelingt mir sehr gut, mit Sichtkontakt zum Mittelfeld. Spektakulär wird die Schwimmerei als plötzlich neben mir Panik und Hektik aufkommt. Eines der Rettungsboote wird aktiv, ruft das zweite herbei, ein Rettungsschwimmer hechtet ins Wasser. Gemeinsam wird ein vermutlich bewusstloser Sportskollege aus dem Wasser geborgen. Mit Highspeed verschwindet das Boot Richtung Ufer, in der Heckwelle zu schwimmen ist nicht schön, aber das Bild von dem Sportskollegen ist es noch weniger – sowas möchte man nicht sehen. Ich hoffe, ihm geht’s wieder gut.

Raus aus dem Wasser nach knapp 29 min, in der Wechselzone ist es ziemlich leer geworden, knapp 2 min später sitze ich auf dem Rad und gebe Gas. Jetzt heisst es volle Pulle um möglichst einige Plätze wieder reinzuholen. Nach Runde 1 habe ich 11 Plätze zurückgeholt, weitere 17 folgen in Runde 2. Schöne Runde hat man uns da serviert, ein bisschen winkelig, aber das bringt Abwechslung, auch beim Wind. Auf den Gegenwindpassagen kassiere ich die meisten Radler, während ich auf den Rückwindpassagen kaum Plätze gut machen kann. Mit nem 33er Schnitt rolle ich nach 1:14 wieder in die Wechselzone, in der ich mich jetzt gut 2 min aufhalte – Socken anziehen kostet Zeit, aber ohne Socken möchte ich nicht los, soviel Zeit muss sein.

Die ersten Meter zu Fuß tun richtig weh. Immerhin scheint sich das drohende Gewitter woanders zu entladen und der Himmel klart wieder auf. Langsam komme ich in einen guten Rhythmus. Vier Runden a 2,5km sind zu absolvieren. Bis vier zählen ist zwar nicht so schwer, aber am Ende des Triathlons doch eine gewisse Herausforderung. Ziemlich viel Betrieb auf der Laufstrecke, aber in Runde vier sind die schnellen Jungs und Mädels schon im Ziel und man hat wieder Platz. Zieldurchlauf dann nach gesamt 2:38:40 für die Gesamtstrecke und 51:30 fürs Laufen. Zufrieden! Auf der Radstrecke war ich 2 min schneller als in Berlin vor 2 Jahren, obwohl heute Windschattenfahren nicht erlaubt war. Auf der Laufstrecke habe ich mich gegenüber Berlin gleich um 4 min verbessert. Da hat sich das viele Lauftraining dieses Jahr doch ausgezahlt. Mittlerweile hat auch meine Familie das ganze Kinderparadies ausgiebig erkundet, sodass wir uns wieder auf den Weg nach Hause machen können.

Fazit: Hervorragend organisierter Triathlon, schöne Strecke, gutes Wetter – den Binnenmaastriathlon kann man sich merken, auch wegen dem familienfreundlichen Alternativangebot. Beide Daumen hoch!