Der sechste Start in diesem Jahr ist auch gleichzeitig der letzte in 2015. Zum ersten Mal sind es dieses Jahr zwei Triathlons geworden. Nach dem kurzen Triathlon in Veendendaal stand heute der wiederaufgelegte Zegerplastriathlon in Alphen auf dem Programm. Und zumindest Petrus hatte ein Einsehen mit uns, nach Tagen mit viel Regen war es heute trocken und sonnig. So konnte das Ganze auch gleich mit einem Familienausflug kombiniert werden. Die Familie geht in einen Vogeltierpark (Avifauna) und der Papa macht ein bisschen Sport.

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Wechselzone am Zegerplas, der Startbogen und das Wasser im Hintergrund.

Das bisschen Sport war ein Vierteltriathlon, 1000m planschen, 40km radeln, 10km laufen. Planschen trifft es heute auch ziemlich gut, ich komme wie fast immer kaum in meinen Rhythmus, und Brustschwimmen mit Neoprenanzug ist irgendwie supoptimal, dafür sind die Dinger halt nicht gemacht. Nach der ersten Boje versuche ich verstärkt ins Kraulen zu kommen. Und sobald ich kraule werde ich deutlich schneller und kann mich nach vorne arbeiten. Nur klappt das viel zu selten, und nicht dauerhaft genug um wirklich Boden gut zu machen. Hinzukommt die Orientierungslosigkeit: die gelben schmalen Bojen sind schwer zu sehen, sodass ich allein deswegen schon ins Brustschwimmen wechseln muss. Auf der letzten Bahn habe ich dann den Startbogen als Landmark zum anpeilen. Das funktioniert besser. Am Ufer angekommen drehe ich mich um und schätze dass noch etwa 10 grüne Badekappen im Wasser unterwegs sind, nicht letzter, immerhin, obwohl ich mit mehr als 29 Minuten gestoppt wurde, das war mal nix.

Raus aus dem Anzug und ab aufs Rad. Nach einem knapp 2km langen Anlaufstück heisst es via schmalen Wegen und einem Tunnel eine Nationalstraße zu queren. Das ist ja mal eine komische Idee. Die eigentliche Runde auf dem Rad hat auch so ihre Tücken, sehr eckig, mit einer engen Wende, einer sehr holprigen Holzbrücke und einem Anstieg am Ende. Der Wind steht zum Glück ziemlich gut, das kann man hier auch deutlich schlimmer haben. Bei meiner Testfahrt vor ein paar Wochen war es deutlich unangenehmer. Jede Runde ist etwa 7,4km lang und in rund 13 Minuten bin ich einmal rum, knapp 34km/h, damit bin ich zufrieden. Durch die Anlaufstücke und die Nationalstraßenquerung kriege ich den 34er Schnitt aber nicht ins Ziel, 33km/h sind es am Ende, und 1:14 für die 41km auf dem Rad.

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Überquerung der Nationalstraße: kurvig, holprig, eng, hoch und runter…keine ideale Streckenführung.

Dann gehts in die Laufschuhe und es macht Plopp. Hei, ich kann wieder hören. Die ganze Radstrecke war ich mit Wasser in beiden Ohren unterwegs, macht die Welt ziemlich dumpf und leise. Nun höre ich zumindest auf einem Ohr wieder was. Zunächst geht es um den Zegerplas herum, schön zu laufen, und es geht ganz gut. Nach einer Seeumrundung haben die Organisatoren eine winkelige Strecke in dem Park nahe der Wechselzone präpariert. Und dann geht es die Strecke am See wieder zurück, bis zu einer Wende. Dann geht es wieder Richtung Wechselzone und nochmal das Zickezacke in dem Park. Und nirgends irgendwelche Kilometermarkierungen, ich habe überhaupt keine Orientierung wie schnell ich bin. Die konfuse und unsystematische Streckenführung hilft dabei auch kein Stück. Bei der ersten Parkpassage kommen auch noch Seitenstechen dazu, rechte Seite, meine Geburtstagsrippenprellung ist immer noch spürbar. Gelegentliche Gehpausen bringen Linderung. Auf dem Rückweg nach der Wende vertreibe ich mir die Zeit entgegenkommende Läufer zu zählen. Etwa 30 zähle ich bis zum Beginn der finalen Parkpassage. Das kurvige Finale lädt nicht zum Zielsprint ein und nach gut 53 Minuten habe ich die 10km absolviert. Das hätte ich mir besser gewünscht, auch wenn ich nach dem Schwimmen noch etwa 20 Kollegen geschluckt habe.

In der Summe war es eine sehr zähe Angelegenheit. Verglichen mit Veenendaal vor ein paar Wochen war das keine gute Performance. Auch ist es langsamer als vor 2 Jahren bei meinem letzten Vierteltriathlon. Klar, man kann die Strecken nicht wirklich vergleichen, aber trotzdem hätte ich mir mehr erwartet. Mehr erwarten kann man auch von der Organisation. Über die Streckenführung habe ich ja schon gesprochen, v.a. über die Laufstrecke kann man reden. Die Wechselzone könnte auch etwas größzügiger angelegt sein. Vielleicht ist man von Veenendaal verwöhnt, aber das war schon etwas eng hier. Meine Lieblingsveranstaltung wird das so nicht.

Zusammenfassung: 0:29:14 im Wasser (Platz 126), 1:14:13 auf dem Rad (55. beste Radzeit), 1:46:14 nach Schwimmen und Radfahren (Platz 91), 53:31 zu Fuß (101. beste Laufzeit), 2:41:46 gesamt (Platz 100 von 134)