Omloop Tom Schouten Wielersport die Dritte, so langsam wird das zur Tradition, zwei Heimrennen zum Saisonauftakt. Nach dem CPC Loop am letzten Wochenende, nun heute auch der Auftakt der Radsaison in heimischen Gefilden. Es ist schon ne tolle Sache, wenn man fast jede Kurve kennt, die Engstellen, die Kreuzungen, Schlaglöcher, etc. Unwägbarkeiten, Ungewisses und Überraschungen gibt es sonst noch genug in der Saison. Und auch das Wetter spielte heute hervorragend mit, einfach grandios, strahlend blauer Himmel, wenig Wind, und der auch noch aus östlichen Richtungen, was für den Omloop ideal ist. Man hat Gegenwind zum Auftakt, wo man sich noch gut in Gruppen verstecken kann. Und das klappt auch ganz gut. Bei frischen 4°C finde ich gleich eine gute Gruppe. An der Vliet rollen wir eine weitere Gruppe auf, das machts jetzt etwas hektischer. Und dann kommt doch mal eine Streckenvariation. Ein Stück an der A12 entlang und dann den kompletten Veenweg durch Leidschenveen. 

Auf der Straße nach Zoetermeer seh ich dann weiter vorne eine größere Gruppe. Na hoffentlich kriegen wir die bald, sonst wirds stressig, aber Pustekuchen. Wir erreichen die Gruppe erst kurz bevor es links weg geht, am Buytenpark entlang. Auf den engen Wegen rollen jetzt massiv viele Rennradler, zu viele, an den Engstellen kommts zum Stau. Erst auf der Straße Richtung Zoetermerse Plas entzerrt sich das Ganze wieder. Ich überhole und mach mich auf den Weg nach vorne, mal ein bisschen freifahren. Andere haben den gleichen Gedanken, jetzt wirds zügig, und ähnlich wie im letzten Jahr an der gleichen Stelle muss ich heute zum ersten Mal knautschen. Aber die Gruppen sind heute kleiner und unterschiedlich schnell, und so kann ich mich in Gesellschaft bis an die Rotte manövrieren. 

Dort dann der ersehnte Rückenwind, wie letztes Jahr, genug um auch ohne Mitfahrer flott voranzukommen. Ich fahre mich wieder ein bisschen frei, damit ich freie Bahn fürs Zeitfahren habe. Das findet heuer bei Streckenhalbzeit statt, und ist nur einen Kilometer lang. Schnurgerade Strecke, guter Asphalt, Rückenwind, gib ihm. Mein Tacho zeigt konstant deutlich über 40km/h. Der Blick in die Ergebnisliste ist etwas verwirrend, 38,37 km/h. Das geht nur wenn die Strecke eigentlich länger war als die angegebenen 1000 Meter, egal, an Platz 276 von 881 in der Wertung ändert das nix.

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Pause beim RWC Ahoy


Am Flughafen Den Haag – Rotterdam gibts die gewohnte Pause beim Radclub Ahoy. Kurz nachtanken und was essen und weiter gehts. Richtung De Zweth taucht vor mir eine größere Gruppe auf. Mit der möchte ich nicht durch das Geschlängel südlich von Delft und rüber nach Schipluiden fahren. An der Brücke über die Schie habe ich sie und überhole sie kurz danach. Wieder freie Fahrt auf dem Weg nach Maasluis. Hinter Maasluis dann eine weitere Streckenvariation, wieder was gelernt, schöne Alternative zur Fahrt am Nieuwe Waterweg. Bis hierher lief alles prima, schön Druck auf dem Pedal bei mäßigem Rückenwind. Doch jetzt werden die Beine so langsam schwer. Die letzten 15 km versprechen anstrengend zu werden, v.a. weil es zum Abschluss an der Küste entlang geht, mit dem Wind im Gesicht. Und es ist die Hölle los, den schönen Tag nutzt halb Holland um ans Meer zu gehen, macht es auch nicht gerade einfacher.

Wie im letzten Jahr passiere ich die Ziellinie ganz knapp vor Erreichen der 3:30 Marke, wieder ein Schnitt von knapp über 30 km/h, super, habe ich nicht mit gerechnet, zumal die Vorbereitung ja alles andere als optimal gelaufen ist. War ne tolle Sache, schönes Wetter, viel Sonne, wenig Wind, schöne Strecke, gute Organisation – ich bin sehr zufrieden. Auch der Blick in die Gesamtergebnisse ist nicht schlecht (Fahrzeit plus Pause), auch wenn es kein Ranking gibt kann man sich das doch leicht basteln: Platz 100 von 866 im Ziel gewerteten Kollegen. Da haben manche vielleicht etwas länger Pause gemacht…vielleicht nicht umsonst „de gezelligste toertocht van Nederland“.

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Start und Ziel beim HSK Trias am Rand von Den Haag